Ein Bericht über die aktuellen Aktivitäten für den DV-TH auf europäischer und internationaler Eben

Generalangriff über invasive Arten?
Ein Bericht über die aktuellen Aktivitäten für den DV-TH auf europäischer und internationaler Ebene

von Jim Collins

Meine beiden Hauptaktivitäten konzentrieren sich derzeit auf die Vorbereitung des CITES Animals Committee im Juli und auf die EU-Bestimmungen für invasive Arten.

In Bezug auf das Treffen des CITES Animals Committee umfasst die Vorbereitung die Lektüre von mehreren tausend Seiten mit Berichten und Rezensionen, Hintergrundinformationen zu umstrittenen Artenvorschlägen sowie die fortgesetzte Teilnahme an Arbeitsgruppen, die zwischen den Treffen erfolgen. Ein detaillierter Bericht über die diesbezüglich durchgeführten Aktivitäten folgt noch.

Eine wichtige Entwicklung auf der letzten CITES-Konferenz der Vertragsparteien im Jahr 2016 bestand darin, das Verfahren zur Überprüfung des maßgeblichen Handels für in menschlicher Obhut gezüchtete oder gehaltene Arten einzuführen. Dies stellt eine völlig neue Bedrohung für den Tierhandel und den Hobbysektor dar, und wir müssen energisch daran arbeiten, diesen neuen Prozess so zu modifizieren, dass von ihm keine schädlichen Auswirkungen auf die verantwortungsvolle private Tierhaltung ausgeht. Niemand weiß, wie dieser neue Prozess innerhalb von CITES funktionieren wird, aber das bevorstehende Treffen des Komitees wird eine Gelegenheit sein, sowohl erste Reaktionen zu erhalten und die ersten Ergebnisse zu berücksichtigen.

Für dieses neue Verfahren wurde eine Reihe von Arten ausgewählt, die untersucht werden sollten (von denen fast alle für den Zoofachhandel und/oder Hobbyfachleute von Interesse sind) und die für mögliche zusätzliche Kontrollen an in menschlicher Obhut gezüchteten Exemplaren in Frage kommen. Die Handelsüberprüfung (Significant Trade Review) für Naturentnahmen wird wie gewohnt fortgesetzt und beinhaltet immer eine Menge Arbeit, um ungerechtfertigte negative Auswirkungen von Handelsverboten und -beschränkungen zu minimieren. Die Artenberichte, die im Juli überprüft werden, betreffen für in Privathaltung oder in Ranching-Projekten gezüchtete Exemplare folgender Arten:

· Langschwanzmakaken (Macaca fascicularis)

· Fennek (Vulpes zerda)

· Weißhaubenkakadu (Cacatua alba)

· Spornschildkröte (Centrochelys sulcata)

· Frauenlori (Lorius lory)

· Sternschildkröte (Geochelone elegans)

· Griechische Landschildkröte (Testudo hermanni)

· Gebänderte Rattenschlange (Ptyas mucosus)

· Steppenwaran (Varanus exanthematicus)

· Timor-Waran (Varanus timorensis)

· Erdbeerfröschchen (Oophaga pumilio)

· Rotaugenlaubfrosch (Agalychnis callidryas)

· Tigerschwanz-Seepferdchen (Hippocampus comes)

· „Wallaces Goldener Vogelflügel-Schmetterling“ (Ornithoptera croceus)

· Bohrende Riesenmuschel (Tridacna crocea)

· Wulstkoralle (Trachyphyllia geoffroyi)

Bei dem Treffen wird ein Zwischenbericht aus Indonesien über die populäre Aquarienart Banggai-Banggai-Kardinalbarsch (Pterapogon kauderni) berücksichtigt – die Entscheidungen werden Einfluss darauf haben, ob diese Art zu den CITES-Anhängen hinzugefügt wird oder ob ein Exportverbot von der gesamten CITES-Gemeinschaft oder von der EU allein vorliegt. Ich werde auch weiterhin meine aktive Mitgliedschaft in der Arbeitsgruppe „Erhaltung, nachhaltige Nutzung und Handel mit Schlangen“ und der Arbeitsgruppe „Handel mit Schildkröten und Süßwasserschildkröten“ behalten. Ebenso werde ich mich aktiv an der Gruppe beteiligen, die die regelmäßige Überprüfung der CITES-Anlagen in Betracht zieht.

Neben dem neuen Bericht über die bedeutenden Handelsaktivitäten bei in menschlicher Obhut gezüchteten Arten wird die Standardüberprüfung des Handels mit wildlebenden Arten erneut eine sehr arbeitsreiche Agenda sein, und aus dieser Arbeitsgruppe stammen viele Handelsaussetzungen für CITES-Arten. Ich bin seit 16 Jahren Mitglied der Gruppe und werde wieder viel Zeit in diese Aktivitäten investieren. Eine große Anzahl von Reptilien- und Amphibienarten sowie der Kaiserskorpion (Pandinus imperator), einschließlich einer großen Anzahl von Chamäleon-Arten aus den Gattungen und Arten Trioceros, Kinyongia,Chamaeleo, Furcifer und Calumma, Cuora galbinifrons, Corucia zebrata, Cordylus tropidosternum und verschiedene Mantella-Arten werden überprüft.

In Bezug auf die Rechtsvorschriften der EU für invasive gebietsfremde Arten (IAS) wird derzeit intensiv daran gearbeitet, die Listung weiterer Arten zu stoppen. Es wurden Einreichungen und direkte Diskussionen mit den EU-Mitgliedstaaten und der Europäischen Kommission sowie mit Mitgliedern des Wissenschaftsforums der EU eingereicht, die gegen die derzeitigen Vorschläge zum Verbot des Handels und der Haltung folgender Arten argumentieren – über alle Verbote wird von der EU in den kommenden Herbstsitzungen des wissenschaftliches Forums und im Frühjahr 2019 politisch abgestimmt:

· Kettennatter (Lampropeltis getula)

· Hirtenmaina (Acridotheres tristis)

· Fuchskusu (Trichosurus vulpecula)

· Gestreifter Korallenwels (Plotosus lineatus)

· Afrikanischer Krallenfrosch (Xenopus laevis)

· Finlaysons Eichhörnchen (Callosciurus finlaysoni)

· Gemeiner Sonnenbrasch (Lepomis gibbosus)

Darüber hinaus wurde mir sehr beunruhigend bewusst gemacht, dass die Europäische Kommission die Internationale Union für die Erhaltung der Natur und die natürlichen Ressourcen (IUCN) damit beauftragt hat, eine umfassende Studie über das Potenzial oder die wahrgenommene Wahrscheinlichkeit einer großen Anzahl von Pflanzen- und Tierarten (180 Tierarten) zu untersuchen, die ggf. innerhalb der EU invasiv werden könnten.

Es scheint ein direkter Angriff auf den Tierhandel zu sein, da eine große Anzahl beliebter Arten in die Überprüfung einbezogen werden soll. Er verspottet die Zusage der Europäischen Kommission, dass diese Gesetzgebung eng gefasst bleiben soll, und widerspricht damit ihrem erklärten Ziel, die Liste auf insgesamt etwa 50 Arten zu beschränken! Die Liste stellt eine „Tour de Force“ der meisten der beliebten Haustierarten in Europa dar, von Goldhamster, Sugarglidern und Weißbauchigeln bis hin zu Grünen Leguanen, Königspythons, Vierzehenschildkröten und Rotkehlanolis, um nur einige wenige zu nennen.

Das werde ich in den kommenden Wochen und Monaten mit dem DV-TH noch viel stärker thematisieren, da dies eine große Bedrohung für unsere Interessen darstellt.

Abschließend möchte ich mitteilen, dass die CITES/IAS-Behörden des Vereinigten Königreichs und der EU eine Einigung darüber erzielt haben, dass bis spätestens 31. Dezember 2021 (ein weiteres Jahr) alle CITES- und IAS-Vorschriften zwischen der EU und Großbritannien identisch bleiben. Dies könnte durchaus über das Ende des Jahres 2021 hinausgehen.

Exoten im Koalitionsvertrag

KOALITIONSVERTRAG

Für uns Exotenhalter wichtige Passagen aus dem aktuellen Koalitionsvertrag:
Wir haben in verschiedenen Bereichen Herausforderungen im Tierschutz (Wildtier- und Exotenhaltung, Qualzuchten, Tierbör
sen, Internet und Versandhandel von lebenden Heimtieren, illegaler Welpenhandel,
Situation der Tierheime und Heimtierzubehör). Das für Tierschutzfragen zuständige
Ministerium wird bis zur Mitte der Legislaturperiode Vorschläge für konkrete Maß-
nahmen bis hin zu Verboten zur Verbesserung des Tierschutzes in diesen Bereichen
vorlegen

 Unser Engagement im internationalen Artenschutz und gegen die Wilderei sowie den illegalen Wildtierhandel werden
wir ausweiten.

Wenn auch manche Forderungen deutlich besser, ja zustimmungsfähig gegenüber den vorherigen Koalitionsvertrag sind, so muß man wohl besorgt sein, was da im Bereich der Exotenhaltung auf uns zukommt.

DV-TH fordert: Fachgerechten Versand von Tieren erhalten

Der ZZF sieht in der heraufziehenden Bundestagswahl offenbar die geeignete Gelegenheit, unliebsame Konkurrenz unter dem Deckmäntelchen des Tierschutzes aus dem Feld zu räumen.
Die erstaunliche Koalition mit den erklärten Exotenhaltungsgegnern von Pro Wildlife, vom Deutschen Tierschutzbund und von TASSO sowie der Bundestierärztekammer, die zusammen kürzlich bereits das Verbot kommerzieller Tierbörse forderten, wird nun fortgesetzt mit dem Ziel, auch gleich noch den Versandhandel mit Tieren zu untersagen. Auf dass zukünftig Tiere nur noch über den Zoofachhandel oder Tierheime an Tierfreunde abgegeben werden können. Großzügigerweise soll immerhin noch das reine Anbieten über das Internet erlaubt bleiben; die Übergabe aber soll dann nur noch persönlich erfolgen dürfen.

Diese Forderung trifft vor allem natürlich die Halter von Arten jenseits des Mainstreams.
Es gibt ja keinen Grund, Standard-Haustiere über den Versandhandel zu verschicken, denn die sind tatsächlich in jedem Zoogeschäft oder Tierheim erhältlich. Die große Artenvielfalt aber, die vor allem den Wert von Hobbys wie Aquaristik und Terraristik ausmacht, kann durch den stationären Zoohandel nicht abgedeckt werden. Das Verbot des Versandhandels würde gerade bei seltener gehaltenen und nachgezüchteten Arten bedeuten, dass es in vielen Fällen nur noch schwer praktikabel sein wird, die Nachzuchten vom Züchter an den späteren Halter zu übergeben – zumal, wenn zeitgleich Börsen weitgehend verboten werden sollen.
Hinzu kommt das Problem des Futtertierversands. Hier kehrt sich die angeblich vom Tierschutz motivierte Forderung der Ersteller des Positionspapiers auf absurde Weise in ihr Gegenteil um. Wenn nämlich zukünftig Futtertiere wie Heimchen, Grillen, Heuschrecken etc. nicht mehr per Versand an die Halter transportiert werden dürften, müsste die Abwicklung komplett über den stationären Zoohandel erfolgen.
Es gibt aber in vielen Orten Deutschlands überhaupt keine Zoogeschäfte, die lebende Futtertiere anbieten. Hinzu kommt, dass es ganz sicher keine Verbesserung im Sinne des Tierschutzes bedeutet, wenn diese erst vom Züchter an ein Zoogeschäft transportiert werden, wo sie mitunter tagelang im Geschäft stehen, bis sie gekauft werden.

Der Tierfreund, der Futtertiere per Versand erhält, kann sie direkt nach der Ankunft fachgerecht umsetzen und versorgen. Wodurch nicht nur die Unterbringungsqualität der Futtertiere steigt, sondern durch die entsprechende Versorgung mit Frischfutter auch der Nährwert für die Tiere, die mit den Insekten schließlich gefüttert werden.
Schon jetzt ist der Versand von Tieren gut geregelt: Normaler Postversand ist ohnehin nicht erlaubt, der Versender muss damit einen speziell dafür zugelassenen Kurierdienst beauftragen, der eine Genehmigung nach §11 Tierschutzgesetz vorweisen muss; auch müssen kommerzielle Anbieter die Vorgaben der Tierschutztransportverordnung beachten.
Die Art von Verpackung und Versand ist ebenso vorgeschrieben wie die Kennzeichnung. Nach jahrzehntelanger praktischer Erfahrung weiß man, dass ein solcher fachgerecht durchgeführter Versand für Tiere keine übermäßige Belastung darstellt und durchaus zu vertreten ist.
Gerade in Verbindung mit dem kurz zuvor geforderten Börsenverbot schimmert hier doch die deutliche Absicht der die Änderungen fordernden Verbände durch, einerseits auf diese Weise ein Art Positivliste durch die Hintertür einzuführen, nachdem man offenbar erkannt hat, dass die gewünschte Positivliste expressis verbis politisch und juristisch wohl nicht durchsetzbar sein wird. Denn durch die geforderten Einschränkungen im Handel würden vor allem die Halter nicht zoohandelsrelevanter Arten betroffen.
Der ZZF scheint diesen Kahlschlag in der Tierhaltung für akzeptabel zu halten, solange die dann noch verbleibenden Tierarten mehr oder weniger exklusiv über die von ihm vertretenen Einzelhändler quasi als Monopol vertrieben werden dürfen.
Wenn er sich da aber mal nicht verrechnet und eines Tages feststellen muss, dass eine insgesamt massiv geschwächte Tierhalterszene sich auch in den eigenen Bilanzen deutlich bemerkbar machen wird.

Gewerbliche Tierbörsen abschaffen?

Mit großem Befremden hat der Dachverband der Tierhalter e. V. (DV-TH) ein Positionspapier zur Kenntnis genommen, das vor der Bundestagswahl 2017 die politischen Parteien auffordert, „zum Schutz der Tiere den Handel auf gewerblichen Tierbörsen zu verbieten“.

Unterzeichnet wurde es von einer ungewöhnlichen Koalition verschiedener Verbände: Hier stehen Seite an Seit der Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe (ZZF) als Dachverband von kommerziell orientierten Zoogeschäften und der Bundesverband für fachgerechten Natur-, Tier- und Artenschutz (BNA), der für sich in Anspruch nimmt, private Tierhalter zu vertreten, neben der Bundestierärztekammer sowie dem Deutschen Tierschutzbund, TASSO und Pro Wildlife, also drei Verbänden, die sich explizit gegen die private Tierhaltung von exotischen Tieren aussprechen und damit den Zielen von ZZF, BNA und privaten Tierhaltern eigentlich diametral entgegengesetzt stehen.

Offensichtlich aber scheinen solche grundlegenden Bedenken für den ZZF keine Rolle zu spielen, wenn dadurch der eigene geschäftliche Vorteil gestärkt und der lästigen Konkurrenz durch Börsen ein Schlag versetzt werden kann. Dass die nächste Aktion der Tierhaltungsgegner sich dann sicherlich auch wieder gegen die Mitglieder von ZZF und BNA richten wird, scheint dabei keine Rolle zu spielen.
Inhaltlich lehnt der DV-TH das Positionspapier ab. Maßgeblich für den Verkauf von Tieren gleich welcher Art sollten selbstverständlich fachkundige Beratung und gute Haltungsbedingungen der Tiere sowohl vor als auch nach dem Verkauf sein. Beides kann in gut geführten Zoogeschäften ebenso gewährleistet sein wie bei privaten Züchtern und Anbietern auf Tierbörsen. Die im Positionspapier aufgestellte Behauptung, „auf Tierbörsen kann aufgrund des Andrangs und des schnellen Verkaufsgeschehens eine sachgerechte Beratung beim Kauf von Heim- und Wildtieren meistens nicht sichergestellt werden“ entbehrt jeder Grundlage.
Nichts gegen gut geführte Zoofachgeschäfte – aber selbstverständlich ist eine sachgerechte Beratung auf einer Börse ebenso gut möglich. Die liegt letztlich nämlich immer an der Kompetenz des Verkäufers, die aber auf Börsen oftmals besonders hoch ist, da die Tiere hier meistens von den Züchtern selbst oder von spezialisierten Fachhändlern angeboten werden, die häufig einen nicht unerheblichen Wissensvorsprung gegenüber Allround-Verkäufern in Vollsortiments-Zoogeschäften haben.

Ob der Verkäufer sich die nötige Zeit für ein Beratungsgespräch nimmt oder nicht, liegt sicherlich nicht am Ort des Verkaufs, sondern an den beteiligten Personen selbst. Auch die Behauptung, bei auf Börsen gekauften Tieren sei „eine Beratung durch den Verkäufer über einen längeren Zeitraum im Anschluss an den Kauf nicht möglich“, ist sachlich schlicht falsch. Die meisten Verkäufe auf Tierbörsen finden durch Züchter statt, und die können selbstverständlich den Kunden hinterher weitaus kompetenter und ausdauernder beraten, als ein Zoofachhändler dies naturgemäß vermag. Kein Anbieter auf einer Börse tritt anonym auf, der Käufer hat immer die Kontaktdaten, und es sollte in Zeiten allgegenwärtiger Telekommunikation kein Problem bedeuten, auch nach der Börse noch den Kontakt zu halten. Die Vorstellung, dass ein Kunde dafür eigens zum Zoogeschäft gehen muss, um nur dort dann seine Fragen beantwortet zu bekommen, mutet doch reichlich vorsintflutlich an.
Des Weiteren besteht laut dem Positionspapier die „Gefahr der Beeinträchtigung des Tierwohls bei wiederholtem Transport, Lagerung und Präsentation der Tiere – insbesondere bei langen Anreisestrecken und bei gewerblichen Händlern, die von Börse zu Börse ziehen.“ Deshalb sollten nach Meinung der unterzeichnenden Verbände „gewerbliche und überregionale Tierbörsen verboten werden.“ Nun bestehen aber ausführliche Regelwerke, die den Transport von Tieren zu Börsen und den Umgang mit ihnen auf Börsen detailliert vorschreiben. Neben dem Tierschutzgesetz und den jeweiligen Richtlinien der Börse selbst sind hier vor allem die Allgemeinen Verwaltungsvorschriften zur Durchführung des Tierschutzgesetzes sowie die vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft herausgegebenen „Leitlinien zur Ausrichtung von Tierbörsen unter Tierschutzgesichtspunkten“ zu nennen, die genau dazu da sind, Beeinträchtigungen des Tierwohls zu verhindern.
Jede Tierbörse muss von der zuständigen Behörde nach exakter Darlegung aller Umstände – von den angebotenen Tieren bis hin zur Ausgestaltung der Räumlichkeiten – genehmigt werden. Die korrekte Durchführung wird anschließend vom jeweiligen Amtsveterinär kontrolliert. Da gerade größere, überregionale Börsen oft sehr stark im Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit stehen, kann man guten Gewissens davon ausgehen, dass gerade sie sehr genau kontrolliert werden. Daher ist die pauschale Behauptung einer Gefahr der Beeinträchtigung des Tierwohls nicht nachzuvollziehen.
Letztlich stellt sich vor allem aber auch die Frage, was genau eigentlich mit dem geforderten Verbot erreicht werden soll? Im Positionspapier heißt es: „Tierbörsen beispielsweise von Züchterverbänden, auf denen Privatpersonen in kleinem Umfang Nachwuchs aus eigener Tierhaltung verkaufen oder tauschen, können unter verbindlichen Auflagen weiterhin erlaubt bleiben“, hingegen sollen „gewerbliche und überregionale Tierbörsen verboten werden“.
Nun ist es aber so: Jeder Veranstalter einer Tierbörse, ganz gleich ob Züchterverband oder kommerzieller Veranstalter, benötigt eine Genehmigung nach §11 Tierschutzgesetz für den gewerbsmäßigen Umgang mit Tieren.
Wo soll denn da bei einem Verbot die Grenze gezogen werden? Und ist es angesichts der komplexen Thematik und der zahlreichen zu beachtenden Regeln nicht womöglich erheblich praktikabler, professioneller und damit auch im Sinne des Tierwohls empfehlenswerter, wenn Börsen eher von darauf spezialisierten Profis veranstaltet werden als von womöglich in diesen Dingen weit weniger beschlagenen Vereinen oder Ehrenamtlichen?
Nichts gegen gut organisierte Börsen von Haltervereinigungen – aber eine Börse wird doch nicht durch ihren Veranstalter tiergerechter, sondern durch die möglichst professionelle Durchführung und die gewissenhafte Kontrolle der Regeln, die von kommerziellen Anbietern zweifellos mindestens ebenso gut gewährleistet werden können.
Unabhängig vom Veranstalter ist weitaus problematischer aber noch die Frage nach kommerziellen Anbietern auf Börsen. Das Positionspapier, so vage es gehalten ist, lässt eigentlich nur den Schluss zu, dass gewerbliche Anbieter auf Börsen ausgeschlossen werden sollen. Allerdings gelten Züchter bereits sehr rasch als gewerbliche Anbieter. Nach den Allgemeinen Verwaltungsvorschriften zur Durchführung des Tierschutzgesetzes sind Züchter bereits als gewerbsmäßig anzusehen, wenn sie beispielsweise 100 Schlangen, 50 Schildkröten oder Fische im Wert von ca. 2000 Euro im Jahr verkaufen. Das aber sind Werte, die von engagierten Tierhaltern sehr leicht erreicht werden, wodurch viele Hobbyzüchter rein rechtlich gezwungen sind, als gewerbsmäßige Anbieter aufzutreten, mit entsprechender Genehmigung nach §11 Tierschutzgesetz. Wenn diese Züchter nun nicht mehr auf Tierbörsen ihre Nachzuchten anbieten dürften, würde das vor allem genau diejenigen treffen, die im Sinne des Tier- und Artenschutzes die wichtigste Arbeit in der privaten Tierhaltung leisten. Sie wären dann gezwungen, ihre Tiere nur noch über das Internet oder über stationäre Zoogeschäfte anzubieten.
Der DV-TH hat, wie bereits erwähnt, ganz sicher nichts gegen den Zoo-Einzelhandel. Dass es aber für das Tierwohl besser sein soll, wenn ein Züchter seine Tiere erst an den Zoohändler abgeben muss, wo sie dann möglicherweise über einen längeren Zeitraum gehalten werden, bis sie einen Kunden finden, als wenn er sie auf Börsen direkt selbst an den Endabnehmer vermitteln kann, ist nicht nachvollziehbar.
Gerade für weniger gängige Arten ist dieser Weg sogar höchst problematisch: Kein kleines Zoofachgeschäft kann die große Palette an exotischen Tieren anbieten, die heute durch die unermüdliche Arbeit zahlreicher Privathalter in menschlicher Obhut nachgezogen und erhalten werden, darunter zahlreiche gefährdete Arten.
Das gilt für Vögel und Kleinsäuger ebenso wie für die großen und artenreichen Gruppen der Reptilien, Amphibien, Fische und Wirbellosen. Auf spezialisierten Börsen können genau solche Tiere zielgenau vom Züchter an interessierte Tierhalter abgegeben werden. Im Zoo-Einzelhandel wäre das schlicht unmöglich.
Ein Beispiel: Auf einer spezialisierten Tierbörse ist es in der Regel kein Problem, über ein Dutzend verschiedener Arten einer bestimmten Tierverwandtschaftsgruppe im Angebot zu finden – Arten, die sehr gut in menschlicher Obhut gedeihen und zudem oft auch noch gefährdet sind. Hier trägt die private Tierhaltung direkt zum Artenschutz bei. Interessierte Tierhalter kommen aus allen Teilen des Landes oder sogar aus anderen Ländern zu solchen Veranstaltungen, um hier genau solche Tiere zu finden. Eine im Sinn des Tier- und Artenschutzes ideale Möglichkeit, Tiere abzugeben. Aufgrund der sehr guten Zuchtergebnisse (bei vielen Arten reichen mitunter bereits die Nachkommen aus einem oder zwei Würfen oder Gelegen, um an die „gewerbsmäßige“ Grenze der Zucht zu gelangen) sind die Anbieter schon aus rechtlichen Gründen als „gewerbsmäßig“ eingestuft. Gerade sie könnten nach der Forderung des Positionspapiers ihre Nachzuchten dann nicht mehr anbieten, sondern müssten dafür auf das Internet oder den lokalen Zoohandel zurückgreifen, der naturgemäß aber an derart speziellen Tierarten gar kein Interesse haben dürfte.
Im Ergebnis würde durch solch eine Regelung also vor allem die Haltung und Nachzucht von Tierarten jenseits des „Mainstreams“, also von Arten jenseits des üblichen Spektrums normaler Zoogeschäfte, behindert und eingeschränkt. Genau solche Tierhaltung also, die in besonderer Weise für Spezialisten interessant ist, die hilft, wissenschaftliche Erkenntnisse zu gewinnen und die ganz praktisch den Artenschutz unterstützt.
Dass der Deutsche Tierschutzbund, TASSO und Pro Wildlife als erklärte Gegner genau solcher privater Tierhaltung diesen indirekten Weg der Einschränkung privater Wildtierhaltung unterstützen, verwundert nicht. Für sie ist es die Möglichkeit, Positivlisten sozusagen durch die Hintertür durchzusetzen.
Dass aber der ZZF und der BNA hier ganz offensichtlich aus reinem kurzfristigen geschäftlichem Kalkül die Interessen der von ihnen vertretenen Tierhalter und Fachgeschäfte verraten, ist aus Sicht des DV-TH ebenso unverständlich wie falsch.
Der DV-TH fordert deshalb, Tierbörsen ebenso wie den stationären Zoohandel unter den bestehenden strengen Auflagen bei sorgfältiger Kontrolle in bewährter Weise zu belassen und ruft alle Tierhalter und gewerblichen Anbieter dazu auf, sich nicht für vermeintliche kurzfristige wirtschaftliche Vorteile gegenseitig ausspielen zu lassen.

ZDF-heute-Nachrichten machen sich zum Sprachrohr für Anti-Zoo-Aktivisten

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Es ist ein merkwürdiger Nachrichtenbeitrag, der in der Sendung „heute in Deutschland“ am 25.10.2016 um 14 Uhr über den Sender ging: „NRW: Zu viele kleine Zoos“ lautete der Titel, wie er dann auch auf heute.de und in der ZDF-Mediathek aufgeführt ist – ohne Fragezeichen, als Feststellung also.
Der Teaser ergänzt: „In Nordrhein-Westfalen gibt es in einem Radius von 50 Kilometern neun Zoos. Und alle schreiben rote Zahlen. Tierschützer fordern; lieber weniger Zoos, dafür mehr Platz für die Tiere.“

Der recht inkonsistent aufgebaute Beitrag beginnt dann so: „Zoos sind immer noch beliebt, doch ob Duisburg, Dortmund oder Münster – in NRW kommt kaum einer ohne Zuschüsse aus“. Man fragt sich, was hier eigentlich der nachrichtliche Anlass für diesen Beitrag sein soll. Nicht nur die Zoos in NRW – praktisch gar kein Zoo in Deutschland kommt ohne öffentliche Zuschüsse aus. Aus gutem Grund übrigens: Zoos haben hoheitliche, im Gesetz festgeschriebene Aufgaben, wie VDZ-Geschäftsführer Volker Homes später im Beitrag kurz sagen darf. Umweltbildung, Artenschutz, nicht zuletzt Freizeitwert – all das sind öffentliche Aufgaben und Ziele, für die der Staat dann eben Geld in die Hand nimmt. Wenn man das kritisiert, könnte man mit derselben Berechtigung auch verlangen, dass Staatliche Theater, Opernhäuser oder Sportvereine ohne öffentliche Gelder auskommen müssten. Abgesehen davon: Da Zoos mit sehr wenigen Ausnahmen der öffentlichen Hand gehören, können sie sich gar nicht unabhängig wirtschaftlich entwickeln, nicht zuletzt, weil ihnen die Eintrittspreise von der jeweiligen Stadt oder Kommune vorgeschrieben werden. Der ganze Anlass des Beitrags ist also komplett an den Haaren herbeigezogen: weder handelt es sich bei der Abhängigkeit von Zuschüssen für die Zoos um ein lokales NRW-Phänomen, noch ist sie ein beklagenswerter Missstand.
Die Anforderungen an Zoos werden immer höher, so der ZDF-Beitrag weiter, sodass die einzelnen Zoos auf das Konzept „weniger Tiere, dafür mehr Platz für sie“ setzen. „Doch auch solche Bilder gibt es noch: Affen oder Bären, intelligenten Säugetieren bekommt die Gefangenschaft nicht gut.“ Da muss man sich gleich doppelt wundern: Zum einen über diese als Tatsachenbehauptung formulierte, eher radikale und abwegige Meinung, denn zahllose Haltungen von Affen, Bären und anderen „intelligenten Säugetieren“ beweisen, dass ihnen das Leben in menschlicher Obhut sehr wohl gut bekommen kann, oft sogar ihre einzige Überlebenschance ist. Die Aussage ist also schlicht sachlich falsch und nichts anderes als Tierrechtler-Propaganda. Zum anderen wird sie, wen wundert’s, mit Bildmaterial von PETA unterstrichen, jener radikalen Tierrechtler-Organisation deren Finanzgebaren von der „Stiftung Warentest“ als intransparent gegeißelt wurde und deren Vorsitzende in den USA die massenhafte Tötung von Hunden veranlasst, weil es der Organisation offenbar zu lästig ist, sie ordentlich zu betreuen. Hinzu kommt, dass solche Bilder – hier sind es nur wenige Sekundenschnipsel, in denen man lediglich einige Affen irgendwo herumliegen sieht, ohne beurteilen zu können, unter welchen Bedingungen sie gehalten werden, und in denen ein Eisbär einmal kurz im Kreis herumläuft – praktisch beliebig manipulativ eingesetzt werden können.

Anschließend darf sich dann Laura Zodrow zu den laut ZDF-Sprecher angeblich „erschütternden Zuständen“, die „immer noch in vielen Zoos“ herrschen, äußern. Laura Zodrow ist die 1. Vorsitzende von „animal public“ sowie Mitbegründerin von ENDCAP (für „End Captivity“, also „Ende der Tierhaltung“). Beides sind weitere radikale Tierrechtler-Splittergruppen, die sich ebenso wie PETA komplett gegen jede Zootierhaltung aussprechen. Aus der Selbstbeschreibung von „animal public“: „Wir wollen erreichen, dass Wildtiere nicht länger unter der Willkür des Menschen leiden müssen und in Freiheit und Würde leben können.“ Das ZDF fragt also erklärte Zoo-Gegner danach, was in den Zoos besser werden müsste. Da könnte man auch den Bock befragen, wie ein Garten auszusehen hat.

Dass der ZDF-Beitrag die Anti-Zoo-Propaganda von „animal public“ eins zu eins übernimmt, wird abschließend im Kommentar des Sprechers deutlich: „Das Dilemma: Wenn Zoos sich finanziell neu aufstellen wollen, brauchen sie Publikumslieblinge wie Großkatzen, Menschenaffen oder Elefanten, die aber kaum artgerecht zu halten sind, und so setzen die Zoos weiter auf kommunale Unterstützung.“ Was das eine mit dem anderen zu tun haben soll, wird hier vollends konfus. Abgesehen davon ist es natürlich ebenfalls eine beliebte Tierrechtler-Lüge, dass Großkatzen, Menschenaffen oder Elefanten kaum artgerecht zu halten seien – die genannten Zoos beweisen ja gerade, dass dies gut möglich ist. Fazit dann: „Auf den Zoo in der Nähe will niemand verzichten, und doch gehen nicht genug Menschen hin, damit der sich selbst finanzieren kann.“
Ganz offensichtlich haben hier Tierrechtler erfolgreich versucht, einen erfundenen Missstand anzuprangern, nämlich dass Zoos öffentliche Gelder bekommen, um auf diese Weise ihre fundamentale Zoo-Kritik in die Öffentlichkeit zu transportieren. Da gleichzeitig behauptet wird, die beliebtesten Tierarten seien kaum oder gar nicht artgerecht zu halten, obwohl nur sie überhaupt halbwegs ausreichend Publikum bringen, bleibt die Schlussfolgerung klar: Zoos schließen! So instrumentalisieren die Anti-Zoo-Aktivisten, eine kleine radikale Minderheit, die mit ihrer Meinung gegen weite Teile der Bevölkerung steht, also einen großen öffentlich-rechtlichen Sender für ihre Zwecke.
Und der Witz bei all dem: dieser Beitrag wurde finanziert aus öffentlichen Geldern.

Die „Zeit“ wird zum Verlautbarungsorgan von Tierrechts-Extremisten

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Offensichtlich hat die eigentlich als eher ausgewogen geltende bürgerliche „Zeit“ ein erhebliches Problem mit Menschen, die andere Hobbys haben, als Tee-Sorten und Ohrensessel aus aller Herren Länder zu sammeln, mit deren Hilfe sie sich durch telefonbuchdicke Wochenzeitungen arbeiten können. Anders ist die aggressiv-verfälschende Berichterstattung, die sich die Hamburger derzeit rund um die in Johannisburg tagende Konferenz der Vertragsstaaten des Washingtoner Artenschutzabkommens leisten, kaum zu erklären. Nachdem sie schon in der Woche zuvor in ihrer Print-Ausgabe mit zahlreichen Falschinformationen und Diffamierungen die Aquaristik angegriffen hat (siehe Stellungnahme des DV-TH zum Artikel „Freiheit für die Fische“), waren in der Online-Ausgabe am 1.10.2016 nun die Terrarianer und Vogelhalter dran. Weiter lesen „Die „Zeit“ wird zum Verlautbarungsorgan von Tierrechts-Extremisten“

Stellungnahme zum Artikel „Chinesen lieben Elfenbein, wir quälen Geckos“

 

img_20140709_140118In dem Artikel „Chinesen lieben Elfenbein, wir quälen Geckos“ (Zeit-Online 1.Oktober 2016) geht Dagny Lüdemann auf den Handel mit wildlebenden Tieren – speziell am Beispiel des Himmelblauen Zwergtaggeckos (Lygodactylus williamsi) – ein.

Dabei zeigt schon die Überschrift, welch tendenziöse Richtung der Artikel nimmt, der nur so vor Halbwahrheiten, falschen Verdächtigungen und schlechter Recherchearbeit strotzt. Ganz nebenbei übernimmt die Autorin offensichtlich vollkommen unreflektiert die Argumentation der Tierrechtsorganisation PETA, ohne auch nur den Ansatz einer ausgewogenen Berichterstattung zu versuchen.

Schon der erste Absatz lässt nichts Gutes erahnen, wenn von einem Fake-Regenwald aus Minipflanzen die Rede ist, in die die Taggecko einquartiert werden. Dieser Einstieg zeugt von Stimmungsmache und wenig Ahnung von tatsächlicher wissensbasierter Terrarienkunde. Natürlich ist ein Terrarium kein Regenwald, es kann aber alle Bedürfnisse eines Geckos erfüllen und ist dann kein Fake, sondern ein Lebensraum!
Den Einstieg nutzt Lüdemann, um dann generell gegen die Terraristik zu hetzen, da viele Tiere falsch gehalten würden. Als Quelle wird dabei ausschließlich PETA herangezogen, die Zahlen von rund einer Million Terrarien in deutschen Haushalten angeben. Damit liegen sie fast 42% über den vom Zentralverband des Zoofachhandels (ZZF) e.V. für das Jahr 2015 angegebenen Zahl von 0,7 Mio. Terrarien in deutschen Haushalten, aber eine Million hört sich nun mal spektakulärer an.

Schlicht unwahr wird der Artikel, wenn angegeben wird, dass sich unter den in diesen Terrarien gehaltenen Tieren jede Menge gewilderter und geschmuggelter Tiere befindet. Dies ist schlichtweg eine Unterstellung, da einerseits Arten wie Kornnatter, Bartagamen und Leopardgeckos, also in Deutschland nachgezogene Arten, einen Großteil der in deutschen Haushalten befindlichen Reptilien stellen, andererseits wird durch die Behauptung suggeriert, dass es keine legalen Importe gäbe, was schlichtweg falsch ist.
Natürlich gibt es auch im Terraristikbereich Tierschmuggel, weit mehr als 99% der gehaltenen Arten sind aber legal eingeführte und erworbene Tiere. Terrarianer sind keine Kriminellen, sondern Fachleute in wissensbasierter Tierhaltung.

Dies gilt übrigens auch für den Himmelblauen Zwergtaggecko, der bislang (dies hat sich durch die Unterschutzstellung der aktuellen CITES-Konferenz geändert) vollkommen legal eingeführt wurde. Die Autoren der Studie, die die Schädlichkeit des Handels auf den Wildbestand des Geckos anführen soll, geben übrigens an, dass zwar vermutlich 15% des Bestandes für den weltweiten Handel gefangen wurden, sagen aber auch, dass sich aufgrund der hohen Reproduktionsrate und der steigenden Nachzucht innerhalb der EU eine negative Auswirkung nicht sicher belegen lässt. Insbesondere die Nachzucht der Tiere, die wie Flecks, Weinsheimer und Kollegen in ihrer Studien angeben, sehr gut gelingt, ist aus ihrer Sicht eine sinnvolle Unterstützung, da sie Importe überflüssig macht. Weiter lesen „Stellungnahme zum Artikel „Chinesen lieben Elfenbein, wir quälen Geckos““

Stellungnahme zum Artikel „Freiheit für die Fische“ (Zeit 40/2016)

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In dem Artikel „Freiheit für die Fische“ fordert Bernd Brunner die Abschaffung der Aquarien, da sie nur noch ein kitschiges Relikt vergangener Forschung seien, er bezeichnet die Aquaristik allgemein als Subkultur. Dies ist ein Schlag ins Gesicht aller ernsthaften Aquarianer, der nicht unwidersprochen hingenommen werden kann.

Zahlen des Zentralverbandes des Zoofachhandels (ZZF) e. V. geben an, dass sich 2015 in 4 % der deutschen Haushalte insgesamt 2 Mio. Aquarien befanden, also in insgesamt 1,6 Mio. Haushalten. Da in diesen Haushalten zu 70 % mehr als eine Person lebt, kann die Zahl der Aquarianer mit deutlich über 2 Mio. angegeben werden. Hier von einer Subkultur zu sprechen, ist schlichtweg diffamierend. Wie müsste man dann vor diesem Hintergrund die knapp 640.000 Golfer in Deutschland bezeichnen? Weiter lesen „Stellungnahme zum Artikel „Freiheit für die Fische“ (Zeit 40/2016)“

Wenn Tierschutz zur Tierquälerei und Menschenverachtung wird

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Im August 2016 sprangen vermeintliche Tierschützer während einer Vorstellung im Delphinarium des Duisburger Zoos in das Delphinbecken, um dort gegen Tierquälerei zu protestieren. Zum selben Zeitpunkt tauchte in den sozialen Medien ein Video auf, in dem sich Tierrechtsaktivisten in der Form äußeren, dass Kindern von Zirkusartisten keine Schulbildung bräuchten, weil sie ja eh nur Tierquäler werden würden.

Beide Beispiele zeigen deutlich, wie radikal die Ansichten von Tierschützern und-rechtlern inzwischen geworden sind und wie wenig sie tatsächlich mit dem eigentlichen (oder vermeintlichen) Ziel zu tun haben. So haben sich die Tierschützer in Duisburg mit ihrer Aktion nicht nur selber in Gefahr gebracht, sondern vor allem auch die Gesundheit der Tiere, die sie doch eigentlich schützen wollen, massiv gefährdet. Weiter lesen „Wenn Tierschutz zur Tierquälerei und Menschenverachtung wird“

Stellungnahme zum Beitrag Terraristik in der ARD-Sendung „Report“

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In der Sendung vom 23.08.2016 wurde von „Report Mainz“ über den Handel mit Reptilien berichtet.
Dabei wurden zahlreiche Sachverhalte vermischt und verkürzt dargestellt, sodass ein Zerrbild der Terraristik erzeugt wurde, welches so nicht den Tatsachen entspricht.

So wurde im ersten Teil über den aus Villingen-Schwenningen stammenden Reptilienzüchter- und Händler Stefan Broghammer berichtet. Dabei wurde vor allem auf die Haltung von Reptilien in Plastikboxen eingegangen, ohne jedoch die Hintergründe näher zu erläutern. Zwar durfte Herr Broghammer sich zu Thema Hygiene äußern, dies wurde jedoch nicht näher thematisiert.
Es wurde lediglich auf die sicherlich so unglückliche Aussage, dass die Haltung artgerecht sei abgezielt. Weiter lesen „Stellungnahme zum Beitrag Terraristik in der ARD-Sendung „Report““