Der DV-TH e.V. zur Gassi Pflicht von Frau Klöckner CDU

Schweine bekommen 60 Minuten Auslauf pro Tag, Ferkeln stehen je Wurf 4 Stunden Zuneigung pro Tag zu. Das nicht alle Tiere gleich sind und sich Agrarministerin Frau Klöckner von der CDU nun um das „Haustier“ Hund kümmert, wo doch ihr Bereich Landwirtschaft und Agrarproduktion umfasst erscheint unbegreiflich. Die Regelung zur Kastration von Ferkeln ohne Betäubung wurde erneut um ein weiteres Jahr verschoben. Das Recht von Tieren mit kommerziellen Nutzen findet leider eine andere Bewertung.

Eine neue Hundeschutzverordnung braucht das Land, meint Frau Klöckner. Zweimal täglich, insgesamt eine Stunde soll der Vierbeiner Gassi gehen. Rasse-typischer Bewegungsdrang, Alter, Gesundheit und der vorhandene Auslauf wird hierbei nicht berücksichtigt.

Welche Fachstudien diese Zeiten als ideal belegen, woher überhaupt diese verallgemeinernde Berechnung stammt und wer die Durchsetzung prüfen soll sind wichtige Punkte, für die es leider keine Informationen gibt. Die Ordnungsämter sind mit den Folgen der Corona Pandemie und den daraus folgenden Hygieneverordnungen mehr als ausgelastet.

Die aktuelle TierSchHuV / Tierschutz-Hundeverordnung besagt „ausreichend Auslauf im Freien“ und trifft damit eine klare Aussage, die die unterschiedlichen Bedürfnisse eines jeden Hundes deckt.

Verantwortungsvolle Halter decken den Bewegungsdrang ihres Hundes, schwarze Schafe wird auch eine neue Verordnung, deren Kontrolle nicht oder nur mit massivem und unverhältnismäßigem Aufwand möglich ist, nicht interessieren.

Auch für die sogenannten „Massen-Vermehrer“ weiß Frau Klöckner eine Lösung!

Ein Züchter, egal ob privat oder gewerblich soll jedem Wurf vier Stunden Zeit pro Tag widmen um die Welpen an den Menschen zu gewöhnen.

Da die massenhafte Hundezucht fast ausschließlich im Ausland stattfindet wird diese Einschränkung „Hunde-Vermehrer“ ohne Sinn und Verstand“ nicht bremsen.

Wir würden uns freuen, wenn Frau Klöckner ihrem Aufgabenfeld entsprechend Nutztieren die Chance gewährt, das Tageslicht zu sehen bzw. Bewegung an der frischen Luft zuspricht. Dass Schweine nicht weniger intelligent sind als Hunde ist in vielen Studien mehrfach belegt. Mann kann also davon ausgehen, dass beide das gleiche Beschäftigungsangebot fordern. Das ihnen immer noch keine besseren Lebensbedingungen gewährt werden lässt vermuten, dass an den Vorwürfen „Frau Klöckner sei mit der Industrie eng verbandelt“ etwas dran ist und die Heimtierbranche nun zur Ablenkung von immer wieder aufgeschobenen landwirtschaftlichen Verordnungen herhalten soll.

Verfasst von DV-TH e.V.

Der Dachverband der Tierhalter (DVTH e.V.) wurde am 03.10.2012, am „Tag der Deutschen Einheit“, als Gegengewicht zu Tierrechtsorganisationen, die im Moment ein Verbot der „Exotenhaltung“, mittelfristig aber ein totales Verbot der Haustierhaltung fordern, gegründet... [Weiter lesen]
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